SEPA nicht unterschätzen0

Einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum erfordert sorgfältige Planung und Vorbereitung

Europa rückt näher zusammen, auch wenn die Medienberichte manchmal daran zweifeln lassen. Am 1. Februar 2014 wird ‚SEPA’ – Single Euro Payments Area – Wirklichkeit, der einheitliche Europäische Zahlungsverkehrsraum. Er umfasst mit Deutschland 32 Teilnehmerstaaten. Gleichzeitig werden alle nationalen Zahlungsverkehrssysteme endgültig abgeschaltet werden. Kontonummer und Bankleitzahl werden dann durch IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) ersetzt. Die Umstellung betrifft Privatkunden, Unternehmen, Vereine und Kommunen. Als Kompetenzführer im Zahlungsverkehr will die Sparkasse Schaumburg ihre Kunden aktiv auf dem Weg in den neuen europäischen Zahlungsverkehrsraum begleiten. Dazu sind schon im Januar Informationsveranstaltungen geplant, Handlungsempfehlungen und Checklisten sind schon jetzt im Internet abrufbar.

Vorstandsmitglied Günther Klußmeyer verwies auf das besondere Engagement der Sparkasse: „Sparkassen sind quasi die „Erfinder“ des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und haben traditionell die höchste Kompetenz in diesem Geschäftsfeld. Diese Kompetenz werden wir auch in Schaumburg unter Beweis stellen und sehr frühzeitig informieren und auf erforderliche Arbeitsschritte hinweisen. Dabei gehen wir natürlich zuerst auf unsere Kunden zu, bieten unsere Veranstaltungen aber auch für alle anderen Interessierten oder Betroffenen an und werden damit auch unserer Verantwortung für die Wirtschaft in Schaumburg gerecht.“

‚SEPA’ ist nicht neu. Bereits im Januar 2008 wurde die SEPA-Überweisung eingeführt, die SEPA-Lastschrift folgte im November 2010. Beide wurden bisher jedoch fast ausschließlich von international tätigen Unternehmen genutzt. Die meiste Arbeit im Hinblick auf die Umstellung kommt Insbesondere auf Unternehmen, Vereine und Kommunen oder kommunale Betriebe zu, die mit Lastschriften im Abbuchungs- bzw. Einzugsermächtigungsverfahren arbeiten. Sie sollten sich deshalb rechtzeitig auf den „Tag X“ vorbereiten. Der Umstellungsaufwand für Privatkunden ist dagegen vergleichsweise überschaubar. Sie sollten auch im Hinblick auf die neue, 22-stellige IBAN, die schon als Schreckgespenst“ durch die Medien geisterte, entspannt bleiben. Die IBAN setzt sich zusammen aus der zweistelligen Länderkennung (DE für Deutschland), einer zweistelligen Prüfziffer sowie aus der bisherigen Bankleitzahl (achtstellig) und Kontonummer (zehnstellig). Sie ist heute schon auf den Kontoauszügen und den Girocards der Sparkasse abgedruckt.

Der BIC – Business-Identifier-Code – dient der weltweiten, eindeutigen Identifizierung von Kreditinstituten. Er lautet für die Sparkasse Schaumburg zum Beispiel „NOLADE21SHG“.

In Unternehmen sind von der Umstellung die unterschiedlichsten Aufgabenfelder tangiert, die Sparkasse Schaumburg empfiehlt zur strukturierten Umsetzung der SEPA-Migration rechtzeitig ein Projekt aufzusetzen mit folgenden wichtigen Handlungsfeldern:

  • Eigene IBAN  und BIC auf Geschäftsunterlagen / Rechnungen angeben
  • Kundenstammdaten, Verträge und Formulare auf IBAN und BIC umstellen
  • Organisatorische Abläufe anpassen
  • Software (Finanzbuchhaltung, Electronic Banking…..) an SEPA-Datenformat
  • Alle relevanten Fristen (Einreichung und Rückgabe) beachten
  • Zahlungen künftig nur noch beleglos einreichen
  • Eigene Kunden rechtzeitig über Änderungen informieren.

Zur Umstellung auf die SEPA-Lastschrift sind weitere Handlungen erforderlich, hiervon sind auch alle Vereine betroffen, die ihre Mitgliedsbeiträge per Lastschrift einziehen. Hier muss zum Beispiel eine Gläubiger-ID bei der Bundesbank beantragt werden, eine SEPA-Inkassovereinbarung mit dem eigenen Kreditinstitut abgeschlossen und eine Mandantenverwaltung organisiert werden.

Sparkasse begleitet Kunden aktiv mit Informationen und Handlungsempfehlungen

Erste Informationsveranstaltungen hat die Sparkasse bereits geplant für Unternehmen, Kommunen und Vereine und zwar

am 16. Januar 2013 im Brückentorsaal Rinteln
am 23. Januar 2013 im Ratskellersaal Stadthagen
am 30. Januar 2013 im Rathaussaal Bückeburg

Die Veranstaltungen, zu denen Sparkassenkunden auch direkt schriftlich eingeladen wurden, sind öffentlich. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen, denn rechtzeitige Information sorgt für problemlose Umstellung.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind allerdings erforderlich und werden ab sofort entgegen genommen unter info@spk-schaumburg de oder 05751 / 402 – 222.

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