Vorsorge für den Notfall – damit das Geschäft weitergeht0

2013-11-21 Vorsorge für den Notfall

Wenn Sie als Chef ausfallen und niemand auf diese Situation vorbereitet ist, kann dies für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Familie zu ernsthaften Belastungen führen.

1)     Finanzielle Vorsorge treffen
Die Arbeitskraft und das Wissen des Firmenchefs bilden häufig die Grundlage für die finanzielle Existenz der gesamten Familie. Auch junge Unternehmer müssen deshalb mögliche Schicksalsschläge wie Unfall, Krankheit oder Tod in ihrer Vorsorgestrategie berücksichtigen. Eine Risikolebensversicherung, die dem Partner, den Kindern oder dem Betrieb zugutekommt, ist die erste Wahl. Oder Sie verbinden diese Absicherung mit einer Altersvorsorge, zum Beispiel in Form einer Kapitallebensversicherung.

2)     Vollmachten erteilen
Wer hat die Vollmachten für Rechtsgeschäfte, wenn Sie Ihren Willen nicht mehr äußern können? Wer darf die erforderlichen Unterschriften leisten, wer über das Firmenkonto verfügen? Bestimmen Sie dafür Personen, denen Sie vertrauen, und besprechen Sie mit diesen die Vollmachten. Wenn Sie der Gedanke beunruhigt, dass die Bevollmächtigten auch ohne Ihre Zustimmung, also über Ihren Kopf hinweg, Geschäfte tätigen, hinterlegen Sie die entsprechenden Dokumente bei einem Notar oder Ihrem Lebenspartner.

3)     Testament abschließen
Ohne testamentarische Verfügung greift die gesetzliche Erbfolge nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Es könnte dazu kommen, dass der überlebende Ehegatte und Ihre Kinder unterschiedliche Vorstellungen vom Umgang mit dem Erbe haben. Dies kann für die Firma tödlich sein.

4)     Dokumente auf dem Laufenden halten
Denken Sie auch an technische Details wie Zugangsdaten für Ihren Computer, für Datenbanken, PINs für das Firmenkonto, wichtige Verträge oder den Status aktueller Projekte. Kopien betrieblicher und privater Versicherungen gehören ebenfalls in einen entsprechenden Notfallordner. Verwahren Sie ihn sorgfältig und halten Sie ihn immer auf dem aktuellen Stand.

5)     Nachfolge frühzeitig regeln
Dass man im jungen Alter nicht an die Nachfolge denkt, ist völlig normal. Schließlich geht es darum, das Unternehmen aufzubauen oder erfolgreich fortzuführen. Doch spätestens in reifen Jahren sollte jeder Chef eine Vorstellung davon haben, wer später einmal in seine Fußstapfen treten kann – auch in einer Notlage.

Zu wissen, dass die Geschäfte im Notfall weiterlaufen, ist auch für einen Darlehensgeber wichtig. Entsprechend werden solche Vorkehrungen in die Konditionen für Finanzierungen einfließen. Dieser positive Nebeneffekt sollte Sie zusätzlich zur Vorsorge anspornen.

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