So gelingt der frühe Renteneintritt0

2014-06-12 So gelingt der frühe Renteneintritt

Wer nicht bis 67 arbeiten möchte, sollte sich rechtzeitig informieren, was ihn das kostet und wie er finanziell für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben vorsorgen kann.

Die gesetzliche Rente ist für die meisten Menschen die Haupteinnahmequelle im Alter. Aber bis auf wenige Ausnahmen können nur diejenigen mit den vollen Bezügen rechnen, die bis zur Regelaltersgrenze arbeiten. Seit der Änderung des Rentenrechts im Jahr 2007 liegt diese Altersgrenze für Geburtsjahrgänge ab 1964 bei 67 Jahren.

Früher in Ruhestand zu gehen ist möglich, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Allerdings kostet der vorzeitige Ausstieg aus dem Erwerbsleben Geld in Form von Abschlägen. Für jeden Monat vorgezogenen Rentenbezugs sind das 0,3 Prozent der Rentenhöhe – für den gesamten Bezugszeitraum. Beispiel: Ein heute 48-jähriger Mann kann regulär in 19 Jahren, also 2033 in Rente gehen. Erfüllt er die Mindestversicherungszeit von 35 Jahren, kann er frühestens 2029 in Rente gehen, erhält dann aber um 14,4 Prozent gekürzte Altersbezüge.

Schließen Sie Ihre Rentenlücke!

Mit welcher Rentenhöhe Sie im Regelfall rechnen können, sagt Ihnen die persönliche Renteninformation, die Sie als Versicherter ab dem 27. Lebensjahr und nach mindestens 5 Beitragsjahren einmal jährlich erhalten. Ziehen Sie davon die finanzielle Einbuße durch den vorzeitigen Renteneintritt ab. Denken Sie auch daran, dass Sie aus der verbleibenden gesetzlichen Rente Einkommensteuer und Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen.

Über deren voraussichtliche Höhe informiert Sie ebenfalls Ihr Rentenversicherungsträger. Die so entstandene Lücke gilt es zu schließen! Dafür stehen verschiedene Vorsorgewege offen. Die folgenden ermöglichen Ihnen eine lebenslange Rentenzahlung.

Riester-Rente:

Ihre Sparleistungen werden durch staatliche Zuschüsse aufgestockt und steuerlich bereits heute gefördert. Für Verträge, die ab 2012 abgeschlossen wurden, ist eine Auszahlung ab dem 62. Lebensjahr möglich, für frühere Verträge sogar ab dem 60. Geburtstag.

Private Rentenversicherung:

Hier bestimmen Sie Beitragshöhe, Laufzeit und Versicherungssumme selbst. Erfolgt die Auszahlung frühestens ab dem 62. Lebensjahr und beträgt die Laufzeit mindestens 12 Jahre, sind 50 Prozent der Erträge steuerfrei.

Betriebliche Altersvorsorge:

Als Arbeitnehmer haben Sie einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf Entgeltumwandlung. Nutzen Sie diese Möglichkeit mit der von Ihrem Arbeitgeber angebotene Vorsorgeform dafür, Vermögen fürs Alter aufzubauen.

Vorausschauend handeln lohnt sich

Auch hier gilt: Wer frühzeitig auf das Zusatzeinkommen im Alter spart, muss monatlich weniger beiseitelegen. Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin bei einem unserer Berater. Wir erstellen Ihnen gern ein maßgeschneidertes Vorsorgekonzept.

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