So gelingt die Finanzierung Ihrer Weiterbildung0

Lebenslanges Lernen ist in der heutigen Berufswelt unverzichtbar. Doch eine Weiterbildung kann rasch einige Tausend Euro kosten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Wissensaufbau finanziell planen können.

Unzufrieden auf dem momentanen Arbeitsplatz? Schlechte Perspektiven im erlernten Job? Oder einfach ein Aufgabenfeld, das laufend neues Wissen erfordert? So unterschiedlich die Motive für eine berufliche Weiterbildung auch sind, eines ist klar: Umsonst gibt es nichts. Wer sich neben seinem Job fortbilden oder gar auf einen neuen Beruf umschulen möchte, braucht nicht nur Zeit und gute Nerven. Gut, wenn man dann eine Vorstellung davon hat, was einen finanziell erwartet.

Am Anfang steht die Kalkulation. Ermitteln Sie, was die Weiterbildung kostet: Kursgebühren, Unterrichtsmaterial, Fahrt- und Übernachtungskosten. Stellen Sie dann Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben für die gesamte Dauer der Weiterbildung gegenüber. Müssen Sie im Job kürzertreten oder ihn gar aufgeben? Reicht das Einkommen bzw. die Ersparnisse oder müssen Sie einen Kredit aufnehmen? Ermitteln Sie so den Finanzbedarf, den es zu decken gilt.

Prüfen Sie alle Möglichkeiten der Finanzierung:

1) Der Bund unterstützt mit zahlreichen Maßnahmen Menschen, die lernen wollen:

• Bildungsprämie bis zu einem maximalen Jahreseinkommen von 20.000 Euro
• Bildungsgutschein für Arbeitsuchende
• Meister-BAföG für Lernende mit abgeschlossener Berufsausbildung
• Programm für Geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmer (WeGebAU)
• Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene, die erstmals studieren wollen
• Das Programm Aqua für arbeitslose und arbeitsuchende Akademiker

2) In 10 der 16 Bundesländer kommen insbesondere Arbeitnehmer in den Genuss von Bildungsschecks. Geben Sie dieses Stichwort zusammen mit dem Namen Ihres Bundeslandes in die Internetsuchmaschine Ihrer Wahl ein und informieren Sie sich über die Bedingungen für diese Förderung.

3) Auch beim Chef nachzufragen kann sich lohnen – schließlich profitieren Arbeitgeber von qualifizierten Mitarbeitern. Unterstützung gibt es häufig in Form von Freistellung von der Arbeit oder durch die Übernahme von Lehrgangsgebühren. Allerdings erwartet der Chef dann in der Regel, dass sich der Mitarbeiter für eine längere Zeit an das Unternehmen bindet.

4) Die Kosten für die Weiterbildung können die Steuerbelastung deutlich senken. Geben Sie dazu Ihre Ausgaben bei der nächsten Steuererklärung an, bei Angestellten in der Kategorie Werbungskosten, bei Selbstständigen als Betriebsausgaben. Anerkannt werden zum Beispiel Lehrgangsgebühren, Fahrtkosten zum Unterricht oder Arbeitsmittel wie Bücherregal und Schreibtisch.

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