Was dürfen Kinder einkaufen?0

2014-10-08 Was dürfen kinder kaufen

Kinder müssen lernen, mit Geld umzugehen. Dazu gehört auch, dass sie einkaufen. Allerdings gibt es Regeln, die Eltern und Verkäufer beachten sollten, denn der Nachwuchs ist laut Gesetz häufig noch geschäftsunfähig. Lesen Sie hier, wann Kinder was einkaufen dürfen.

Kinder entdecken die Welt neu. Das gilt auch für Alltagsgeschäfte. Sie müssen lernen, wie man einkauft und mit Geld umgeht. Das funktioniert natürlich am besten, indem sie es selbst machen. Aber Achtung! Ein Kind, das das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, gilt laut Paragraf 104 des Bürgerlichen Gesetzbuches als geschäftsunfähig. Sie dürfen darum höchstens Kleinigkeiten kaufen – beispielsweise sonntags die Brötchen oder am Kiosk Sammelbilder und ein Stück Schokolade. Ginge ein Kind in diesem Alter jedoch mit dem Geld, das es zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, in einen Spielwarenladen, sieht die Sache anders aus. Der Verkäufer müsste dann die Erlaubnis der Eltern verlangen. Sonst kann ihm passieren, dass diese mit dem Kauf nicht einverstanden sind und das gekaufte Spiel zurückbringen.

Ist der Nachwuchs älter, aber noch nicht volljährig, gilt er als beschränkt geschäftsfähig. Er darf dann mit einer Vollmacht der Eltern auch größere Dinge kaufen. Tabu sind Zigaretten und Tabak: Die gibt’s erst ab 18 – selbst wenn der Einkauf für die Eltern sein soll. Das Jugendschutzgesetz sieht dagegen vor, dass Bier, Wein und Sekt schon ab 16 gekauft werden dürfen. Der Einkauf in der Apotheke dagegen ist nicht gesetzlich geregelt. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände rät jedoch davon ab, Kinder Medikamente kaufen zu lassen. Der Grund dafür ist einerseits das Missbrauchsrisiko, andererseits aber auch die Gefahr, dass Kinder nicht richtig verstehen, wie die Medizin eingenommen werden soll.

Übrigens: Mit Erlaubnis der Eltern können Minderjährige ein sogenanntes Taschengeldkonto bei ihrer Sparkasse eröffnen. Auch damit lernen sie, wie man mit Geld umgeht. Haben Sie dazu Fragen? Sprechen Sie Ihren Sparkassenberater an.

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