Vorsicht, Wildwechsel0

2015-09-30 Vorsicht, Wildwechsel

m Herbst herrscht besonders intensiver Wildwechsel und die Gefahr von Wildunfällen steigt. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie einen Schaden möglichst vermeiden und was zu tun ist, wenn es doch mal gekracht hat.

Stellen Sie sich vor: Sie fahren gerade in der Dämmerung über Land und plötzlich taucht ein Tier vor Ihnen auf. Bremsen oder ausweichen? Auf das Wild oder auf den Verkehr achten? In welcher Reihenfolge? Viel Zeit zum Überlegen haben Sie nicht.

So verhalten Sie sich bei Wildwechsel richtig

  • Fuß vom Gas nehmen und kontrolliert abbremsen
  • Licht abblenden
  • Hupen
  • Nur dann ausweichen, wenn das sicher gelingen kann

80 Prozent der Wildunfälle passieren mit Rehen. Weitere zehn Prozent entfallen auf Wildschweine. Aber auch kleinere Tiere wie Füchse, Hasen oder Eichhörnchen können den Fahrer erschrecken. Mancher hat Mitleid mit dem Tier und will ausweichen. Dabei besteht jedoch das Risiko, das Steuer zu verreißen und womöglich im Gegenverkehr oder an einem Baum zu landen. So unangenehm das auch sein mag: Im Zweifel halten Sie besser die Spur und nehmen einen Zusammenstoß mit dem Wild in Kauf.

Was nach einem Unfall zu tun ist

Als Erstes sichern Sie die Unfallstelle ab, damit keine weiteren Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommen. Das heißt: Warnblinker einschalten, Signalweste anziehen und Warndreieck aufstellen. Ist das Tier zweifelsfrei tot, können Sie versuchen, es mit Handschuhen an den Straßenrand zu ziehen. Lebt das Tier noch oder flieht es verletzt, muss unbedingt ein Jäger benachrichtigt werden. Das macht üblicherweise die Polizei, die Sie in jedem Fall verständigen müssen. Nutzen Sie die Wartezeit, um Tier oder Auto zu fotografieren oder das Fahrzeug nach Tierhaaren oder Blut abzusuchen. Das kann von Bedeutung sein, um eine Wildunfallbescheinigung zu erhalten. Diese wird in der Regel vom Jagdpächter ausgestellt und ist Bedingung für die Regulierung durch die Versicherung.

Ein Fall für die Kfz-Teilkaskoversicherung

Melden Sie den Schaden unverzüglich Ihrer Kfz-Teilkaskoversicherung. Geben Sie das Fahrzeug erst nach Rücksprache mit der Versicherungsgesellschaft in die Reparatur. Inzwischen kommt möglicherweise ein Sachverständiger, um den Schaden zu begutachten oder den Unfallhergang zu rekonstruieren. Die Schadenregulierung hängt dann von mehreren Faktoren ab: um welches Wild handelt es sich, wie Sie sich verhalten haben, welcher Versicherungstarif besteht. Werfen Sie am besten gleich einen Blick in Ihre Unterlagen. Dort finden Sie eine Beschreibung, für welche Tierarten Ihre Police Schäden abdeckt.

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